| Drama |
| Kuh. Dumme Kuh. Er stellt den marmeladenverklebten
Teller in
die Spülmaschine, wäscht sich die Hände und trocknet sie an den Hosenbeinen. Dann schaut er sich um. Sie hat alles stehengelassen. Die halbvolle Kaffeetasse. Die Müslischüssel. Die Brotschneidemaschine. Die schmutzige Kaffeekanne. Er steckt die Hände in die Hosentaschen, seufzt, nimmt sie wieder heraus und beginnt, aufzuräumen. Mit einer Hand stützt er sich auf der Arbeitsplatte auf, während er sich vornüberbeugt und das Geschirr in die Maschine räumt. Dann geht er herüber zum Spülbecken, hockt sich hin und zieht aus dem Fach darunter das Spülmittel. Er füllt die kleine, transparente Plastikschaufel und geht mit ihr zurück zur Maschine. Dort häuft er das Pulver in die Klappe, macht sie zu und schaltet an. Sie erwartet das. Es gibt keinen echten Grund
dafür, er ist
Er nimmt einen Lappen, hält ihn unter
das kalte Wasser und
Er tut es nicht. Drama. Es wäre ein Drama,
und er haßt das
Abendessen hatte sie keines gekauft, und am
Abend wurde Brot
Er legt den Zettel auf die Arbeitsplatte,
geht einen Schritt
Dann greift er nach dem Zettel, wählt
ihre Nummer, und
"Hallo Schatz.", sagt er und kratzt sich am
Hintern.
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| Der Schneetreter |
| Das S ist am schwersten. Den oberen
Bogen kann er ohne Probleme laufen, aber sobald er die annähernde
Gerade abgeschritten ist, gerät er zu weit nach rechts. Dann, am unteren
Bogen angekommen, schwenkt er mit einer Art Nachholbedürfnis viel
zu weit nach links.
Die meisten machen Witze über sein S. Aber das liegt nur daran, das sie es selbst noch nie probiert haben. Von unten sieht es nämlich sehr einfach aus. Aber hier oben friert er sich die Füße zu tauben Klumpen; spätestens nach dem dritten Buchstaben schmerzen sie nicht mehr. Das heißt jedoch nicht, daß er es damit überstanden hat. Sobald er unten am Feuer sitzt, tauen sie wieder auf. Jede Zehe einzeln. Das T ist ganz einfach. Das schafft er meist doppelt so schnell wie das S. Er reibt sich mit der flachen Hand die Nasenspitze. Wie mit einer Heftzwecke. Es schmatzt. Die Nase tut die ganze Zeit weh. Das O gerät ihm manchmal zu bauchig, und dann stößt er fast mit der Seite vor den senkrechten Strich des T´s. Die O´s werden dann oft ziemlich eierig. Es ist schon dunkel, und die Beine sind ihm schwer geworden. Der tote Punkt liegt meistens in der Mitte. Aber darüber spricht er mit niemandem. Sie wollen ja auch nicht. Entweder sie machen Witze, oder sie haben Angst vor ihm. Hoch, senkrecht runter; das R fängt leicht an. Dann macht er große Schritte hinüber, diagonal hoch, und dann den Halbkreis. Vor dem hat er jedesmal Angst, wenn er am Ende runtergeht. Dann schaut er hoch, hält das S noch für passabel und sieht dann das R. Der Halbkreis ist meist richtig spitz. Die Anstrengung macht Feinarbeit beim R fast unmöglich. Der gängige Witz über ihn ist, das er auch noch Buchstaben geht, wenn es taut. Nicht, daß sich jemand traut, ihm den zu erzählen. Er mußte sie belauschen. Als das Licht schon aus war. Fast wäre er erwischt worden. Noch einmal konzentrieren. Das Z ist sein
Paradebuchstabe. Die Winkel oben und unten sehen bei ihm immer gleich aus.
Da muß er nicht einmal denken. Nur gehen. Er muß lächeln.
Soll er ein Ausrufezeichen wagen?
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| Der Führerraum |
| Der Zug rattert. Er wirkt modern, sicher,
das ist nur ein Trick. Anstatt die Technik zu erneuern, bekommen die Sitze
neue Verkleidungen. Der Effekt ist großartig; man kommt in den Zug
und denkt 'Super! Neuer Zug, alles neu.'
Nichts davon stimmt. Nicht alles, nicht einmal der Zug ist neu, und nichts ist Super. Ich bezahle immer mehr Geld für die Zugfahrten. Das wird komplett für neue Sitzbezüge ausgegeben. Das weiß ich. Ich sitze oben in einem von diesen zweistöckigen Stadtexpressen. Durch die Dachwölbung ist mein Spiegelbild im Fenster verzerrt. Mir fehlt der Kopf. Bis zu den Schultern schlägt mein Körper Wellenlinien, dann endet er. Immerhin sehe ich im Fenster den Sitz auf der anderen Seite des Waggons. Er ist leer. Der Bezug sieht neu aus. Und grau. Ich versuche, vorbei an den Spiegelungen durch das Fenster zu schauen. Nichts. Vielleicht war da ein Baum. Ein Haus. Ein rotierender Mercedesstern auf einem Dach. Vielleicht habe ich mir das auch eingebildet. Ich gebe es auf. Ich warte auf den Bahnhof. Er kommt nicht, der Zug rattert. Es ist spät. Ich wünsche mir mein Bett. Es müßte direkt auf dem Bahnsteig stehen, zwischen den Wartenden, den Einsteigenden und Aussteigenden. Ich würde mich völlig gleichgültig hineinlegen. Die Sprecherdurchsage. Der Bahnhof kommt. Ich erschrecke, dann beruhige ich mich, dann stehe ich auf. Der Zug beginnt, langsamer zu werden. Ich ziehe meine Jacke an, dann gehe ich den Waggon nach vorn durch und werfe Blicke auf die Passagiere. Verschieden. Lederjacken und Jeansjacken, Miniröcke und Herrenhosen. Genauer sehe ich es im Vorbeigehen nicht. Eine schmale, gewundene Treppe führt in die untere Waggonetage. Ich stoße mir den Kopf an der schräg abfallenden Decke, es brennt, in meinem Blickfeld bilden sich schwarze Flecken an den Wänden, dann komme ich unten an und bleibe kurz stehen. Ich stehe vor einer Glaskabine, die sich durch einen Vorhang fast völlig meiner Wahrnehmung entzieht. Auf einem Aufkleber ist vermerkt: "Führerraum". Ich spähe durch einen Spalt im Vorhang und sehe dort einen kleinen Mann, der stramm und uniformiert dasteht. Vor ihm auf einem Pult steht ein Schäferhund, den er am Kopf krault. Er hat eine Gerte unter den Arm geklemmt. Ein Hakenkreuz sehe ich auf seiner Armbinde, schwarze, glänzende Strähnen schauen unter der Mütze hervor. Der Zug hält mit einem Ruck. Ich öffne die Tür und springe heraus. Einsteigende und Aussteigende. Ich will ein Bett. |
| Sehnheim |
| Er beugt sich vornüber und pflückt
ein Gänseblümchen. Dabei spannt sich seine Hose beängstigend
um den Hintern. Die Blume hält mein Begleiter vorsichtig zwischen
zwei Fingern, ich gebe ihm seinen Stock und wir gehen weiter.
Er zeigt mir die Blume. Sie ist recht klein, aber makellos. Das freut ihn sehr. Oft wischt er sich die Finger am Hosenbein ab, damit kein Schweiß von seinen Händen sie berührt. Er schaut jetzt sehr konzentriert, wohl, um sich gleichzeitig auf den Stock zu stützen und die Blume nicht zu zerdrücken. Er geht nicht mehr geradlinig und bleibt manchmal kurz stehen. Als wir einige Minuten gegangen sind, hat er die Kontrolle wiedergewonnen; es gelingt ihm, an der Blume zu riechen, ohne anzuhalten. Es ist warm. Er legt ein gutes Tempo vor, und ich schwitze ein wenig. Einzelne Sonnenstrahlen brechen durch das Blätterdach, kleine Partikel tänzeln in ihnen glänzend hin und her. Abseits des Kiesweges ist der Boden mit Grün bedeckt. Jede Pflanzenart hat sich eine Fläche ausgesucht, auf der sie nun ein Monopol besitzt. Hier und da ragt ein Baumstamm aus dem knöchelhohen Teppich und erhebt sich bis weit über uns, um den Raum nach oben abzuschließen. Ich habe Zeit, mich ein wenig umzuschauen, während er immer wieder an dem Gänseblümchen riecht, tief ein- und seufzend ausatmet. Der Boden ist unter der dünnen Kieselschicht weich und federt etwas. Mein Begleiter hebt die Füße nicht richtig an, sie scharren auf dem Weg. Ich schlage mein Hemd aus. Auf meiner feuchten Haut ist die vorbeigleitende Luft kühl. Ich betrachte die Bäume. Ihre Stämme sind mächtig, die Äste noch dick, tragen Zweige und grüne Blätter. In einen hat jemand "ICH WAR HIER" geritzt, unbeholfen und mit dünnen Strichen. Irgendwo vor uns bellt ein Hund. Vögel flattern raschelnd durch die Baumkronen. Mein Begleiter wird schneller, wedelt mit der Linken zum Schwungholen, bis er merkt, daß dort die Blume ist und geht dann etwas hölzern, er möchte sich beeilen. Ich gehe neben ihm her. Es wird wärmer, und das erste Mal heute denke ich an zu Hause. An Kaffee und Kuchen, wir alle zusammen, an Fernsehen am Abend und an endlose Gespräche. Er scheint an dasselbe zu denken, denn er geht, so schnell er kann. Problemlos halte ich Schritt und höre, wie sich ein leises Summen in das Scharren seiner Schritte mischt. Eine einfache, harmonische Melodie, ich kenne sie, wenn auch nicht beim Namen. Er hört nicht damit auf und wird mit der Zeit lauter, bis wir uns auf einmal Sehnheim von hinten nähern, und er verstummt. Sein ganzer Körper spannt sich sichtbar an. Leise humpelt er von hinten auf Sehnheim zu und zerknüllt mit jedem Schritt das Gänseblümchen ein wenig mehr. Schließlich ist mein Begleiter nur noch zwei Meter von ihm entfernt, macht mit Hilfe des Stocks einen großen Satz, und Sehnheim beginnt erschrocken den Kopf zu drehen, als schon ein Fuß am gestreckten Bein in seinem Hintern landet. Er schnellt herum und starrt meinen Begleiter entgeistert an, der nach hinten kippt und klatschend auf dem Rücken landet. Dort japst er kurz und bricht dann in schallendes Gelächter aus. Ich schaue die beiden verlegen an, Sehnheim erst den Täter und dann mich, dann dreht er sich um und geht. Ich hebe den Stock auf und nehme ihn fest in beide Hände. Ich will nach Hause. |
| Weihnachtsspiegelung |
| Wir befinden uns an der Oberfläche einer
Glaskugel, das Treiben der Familie Orstmehl erscheint uns also verzerrt;
wir erhalten das seltsame Gefühl, wir seien ein Fisch. Zu einer Seite
ist nur der Baum zu sehen. Lametta, einige andere Kugeln, entweder silbern
wie wir oder blau.
Die ganze Familie kommt und geht und steht immer wieder in unserem Blickfeld. In der Spiegelung sind alle dick. Zur Taille hin wird jeder Körper schwammig und verwächst mit Anderen in der Nähe. Die Körper bewegen sich untereinander, wie eine Erbsensuppe, die man gerade umrührt. Der Kopf des Vaters taucht links oben auf, ganz kurz und breit, dann schnellt er plötzlich nach rechts und wird immer schmaler. Als er fast nur noch ein kleiner Punkt ist, platzt er fast auf. Blitzartig dehnt er sich in alle Dimensionen, wächst zu alles vereinnahmender Größe an, dann beschlagen wir und werden abgewischt. Urplötzlich aber findet der Kopf zurück zum Knäuel der anderen und die Hand des Vaters wandert wie ein pulsierendes Lichtschwert erst in die Leere, dann vor den Kopf eines Sohns, der hintenübergeworfen wird. Einen kurzen Augenblick köchelt der Brei fast unbeweglich vor sich hin, dann wirbelt das Haar der Mutter herüber zu Vater, färbt sich rot und hüpft auf und ab. Sie reißt den Mund auf, und einen Augenblick ist der Mund größer als der Vater. Dann schießt ein Blitz aus der Mitte aller Körper in das Gesicht der Mutter und sie verschwindet nach rechts aus unserem Blickfeld. Der Vater stürmt erst auf uns zu, dann
an uns vorbei und zum Fenster. Er reißt es auf, und sein Oberkörper
wird mit einem Haps verschluckt. Dann schießt sein hochroter Kopf
zu uns herüber,
Wir zerspringen. |
| Der Lampenschirm |
| Er steht auf und schaut sich um. Es ist dunkler
geworden. Der Lärm ist vorbei. Er reibt sich die Nase. Sie haben ihn
nicht entdeckt. Sie sind fort. Sie haben ihn unterschätzt. Er schaut
auf zur Lampe; der Schirm hat eine neue Delle, sie pendelt noch ein wenig
hin und her. Er atmet tief.
Plötzlich reißt ein grelles Licht
die gepolsterte Wand hinter ihm auf, erst ächzt, dann brüllt
etwas. Ein hohles Meckern ertönt, als der Riß den Boden erreicht,
dann brechen Farben ein, formen sich zu einem formlosen Körper, stehen
einen Sekundenbruchteil im Raum, dann rasen sie. Sie schießen von
einem Winkel des Raumes in den Anderen, schlagen auf den Boden, vor die
Decke, werden schneller
Er macht die Augen auf. Er hat sich wieder in den Winkel hinten rechts geworfen und zusammengekauert. Er hat die Augenlider mit aller Kraft zusammengepreßt, die Kieferknochen, die gefalteten Hände. Langsam löst sich die Spannung. Der Lärm ist nie vorbei. Jederzeit kann er ihn hier heimsuchen. Er steht auf. Er betrachtet den Lampenschirm; er hat eine Delle. Er legt die Stirn in Falten. Diesmal will er die Wahrheit sagen. Er hält es nicht mehr aus. Er geht ruhigen Schrittes herüber zur Tür. Sie wartet. Sie steht gleichgültig. Sie ist aus Eisen, schwer und kalt. Das Geräusch, das es gibt, wenn man die Tür zuwirft, ist unglaublich. Ein Knall, der bald eine Minute hier im Raum steht und dröhnt. Er tritt vor die Tür, ganz vorsichtig. Sie pocht. Fester. Sie klingt etwas nach, er tritt wieder und wieder, ein Ton hält sich jetzt in der Tür, der mit jedem Tritt intensiver wird und metallischer. Die Tür klingt hinaus auf den Flur. Da wo die Menschen sitzen, die ihn gefangenhalten. Die sitzen in kleinen Räumen am Flur und spielen Karten. Seit Jahren schon. Er kennt sie. Einmal, als er vom Waschen ausgebrochen ist, hat er sie gesehen. Sie sind aufgesprungen, haben ihn fest an den Armen gerissen, die er ihnen entgegenstreckte und ihn in seine Zelle geschleppt. Dort konnte er sich gerade noch in eine Ecke retten, als schon die Farbe hineinbrach. Immer wieder kommt sie zu ihm. Der ganze Flur dröhnt jetzt.Die Tür wird aufgerissen, sein Fuß tritt ins Leere, in den Gang hinein. Vor ihm steht einer von den Menschen. "Was ist."
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| Zu Hause |
| Alles war unordentlich. Die Bettwäsche
war zerwühlt, die Kopfkissen waren auf den Fußboden gerutscht.
Dort leisteten sie meinen Zeitschriften Gesellschaft. Auf dem Schreibtisch
türmten sich schmutzige Teller, auf ihnen Gläser, in ihnen Besteck.
Zwischen den Tellern lagen Verpackungen, Tabak, lose Blätter, Stifte,
Brotreste und Münzen. Ich saß inmitten dreckiger Wäsche
auf dem Fußboden, wichtige Unterlagen verwehrten mir den Zugang zu
meinem Sessel. Ich hatte den Fernseher einschalten wollen, doch ich fand
das Antennenkabel nicht mehr. Also saß ich da und tat nichts. Es
roch nach Staub. Staub hätte ich wischen können. Ich tat es nicht,
vielleicht nur aus Faulheit, vielleicht, um meiner Linie treu zu bleiben.
Nicht, das ich eine gehabt hätte. Mir gefiel lediglich der Gedanke,
eine Linie zu haben. Das veranlaßte mich, so zu tun, als hätte
ich eine.Also tat ich nichts. Nicht einmal schlafen wollte ich. Sicher,
ich war müde, doch der Anblick meines unordentlichen Bettes, der speckigen
Wäsche, der Brandlöcher im Laken, veranlaßte mich, aufrecht
sitzenzubleiben. Der Anblick machte mich gewissermaßen wach. Es war
warm. Die Sonne fiel direkt durch mein Fenster in mein Zimmer. Ihr Licht
reflektierte von der Mattscheibe meines Fernsehers. Die tänzelnden
Staubflöckchen glänzten darin. Ich glaube, ich schwitzte. Sehr
sogar. Tröpchen hingen an meiner Nasenspitze, Schweiß stand
mir auf der Stirn. So saß ich da, schwitzte, gähnte, kniff die
Augen zusammen und tat nichts, als ich plötzlich ein 'Blub' hörte.
Ich schreckte auf. Was war das? Ich schaute
mich um. Nichts. Ich lauschte. Nichts. Dann eben nicht. Ich schaute mich
weiter um, ohne irgend etwas zu suchen. 'Blub'. Schon wieder! Diesmal war
ich mir sicher. Ich hatte etwas gehört. Also stand ich ruckartig auf,
um mich umzuschauen, doch mir wurde schwarz vor Augen. Ehe ich wieder sah,
hörte ich es wieder, dreimal, aus unterschiedlichen Richtungen, das
letzte direkt neben meinem Fuß. Ich fühlte warm, wie Gas mein
Hosenbein hinaufstieg. Dann roch es faulig. Kaum sah ich, sprang ich zur
Seite und schaute dorthin, wo sich das letzte 'Blub' ereignet haben mußte.
Unterwäsche. Dort lag alte Unterwäsche von mir. Ich nahm sie
zur Seite, und sah den Teppich dort. Gelb! Mein schwarzer Teppich war dort
gelb angelaufen, er
Dort hörte ich es brodeln. Mit zitternden Händen ging ich in die Küche und machte mir einen Kaffee. Inzwischen rumpelte und zischte es nebenan. Ich ließ mich nicht weiter irritieren und suchte nach Ruhe. Zwei Stunden später, ich hatte inzwischen einen Spaziergang gemacht, und der Abend brach langsam herein, öffnete ich wieder meine Zimmertür. Der Raum war völlig leer, der Teppich gelb, die Luft rein. Ich tastete. Der Teppich war absolut fest. Er hatte all meine Möbel, meine privatesten Besitztümer, meine Unterlagen, Ausweise, Eurocheques, verschluckt. An diesem Abend weinte ich bitterlich. Erst zwei Wochen später betrat ich den Raum erneut. Inzwischen hatte ich mein Mobiliar als gestohlen gemeldet, die Versicherung hatte widerwillig gezahlt. Von dem Geld ließ ich Parkett in den Raum legen. Das hatte ich damals schon tun wollen. Ich Idiot. |
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